# Brief richtig adressieren: Aufbau, Zeilen, Abstände

> Einen Brief adressierst du richtig, wenn der Absender oben links, die Briefmarke oben rechts und die Empfängeranschrift unten rechts steht. Die Anschrift ist linksbündig: Name, gegebenenfalls Zusatz oder Ortsteil, Straße mit Hausnummer, dann ohne Leerzeile Postleitzahl und Ort. Halte mindestens 15 mm Abstand zu den Rändern.

- URL: https://address-valid.com/de/adressformate/brief-richtig-adressieren/
- Sprache: de
- Aktualisiert: 2026-10-19
- Herausgeber: AddressValid (OnlineBuilders LLC, https://onlinebuilders.biz)

Briefe laufen in Deutschland durch Sortiermaschinen, die die Anschrift lesen. Das erklärt fast jede Regel auf dieser Seite. Die Leerzeile vor dem Ort, der Rahmen um die Adresse, die verschnörkelte Schrift: Für einen Menschen sind das Kleinigkeiten. Für eine Lesemaschine sind sie Störungen.

Die Vorgaben stammen aus der Anleitung der Deutschen Post zum [Beschriften von Briefumschlägen](https://www.deutschepost.de/de/b/briefumschlag-richtig-beschriften.html) und aus ihrem Eintrag im Adresskatalog des Weltpostvereins.

## Wo was auf den Umschlag gehört

Alles kommt auf die Vorderseite. Die Rückseite bleibt frei.

**Aufbau der Vorderseite eines Briefumschlags**

1. **Oben links: Absender** Vollständig und maschinenlesbar, nach denselben Regeln wie die Empfängeranschrift.
2. **Oben rechts: Frankierung** Briefmarke oder andere Frankierung.
3. **Unten rechts: Empfänger** Linksbündig, eine Schrift, eine Größe, keine Leerzeilen.
4. **Rundherum: Ränder** Beim Standardbrief links, rechts und unten mindestens 15 mm frei, oben mindestens 40 mm.

Quelle: Deutsche Post

Aufkleber oder Drucke, die man mit Briefmarken oder Postetiketten verwechseln könnte, will die Post nicht sehen. Das betrifft auch dekorative Sticker, die wie Marken aussehen.

## Die Empfängeranschrift Zeile für Zeile

Für eine Privatadresse reichen drei Zeilen:

```
Herrn
Jonas Becker
Musterstraße 12
10115 Berlin
```

Die Anschrift ist erfunden. `Herrn` darf in eine eigene Zeile, muss aber nicht. Darunter folgt der Name, dann Straße und Hausnummer, dann Postleitzahl und Ort. Zwischen Straße und Ort steht keine Leerzeile. Alle Zeilen haben denselben Abstand.

Bei Geschäftspost zeigt die Deutsche Post selbst ein Beispiel mit Abteilung und Ortsteil:

```
Firmenname
Einkauf, Herr Schulz
Beuel
Hermannstraße 64
53225 Bonn
```

Hier sieht man die Logik: Erst kommt, wer die Post bekommt, dann alles, was den Ort innerhalb der Stadt genauer bestimmt, dann die Straße. Der Ortsteil steht zwischen Name und Straße, nicht hinter dem Ort. Wie man weitere Zusätze wie c/o, Hinterhaus oder Wohnungsnummer unterbringt, steht im Artikel zum [Adresszusatz](https://address-valid.com/de/adressformate/adresszusatz/).

Die Hausnummer folgt immer auf die Straße. Buchstaben wie `12a` gehören direkt zur Nummer. Die Postleitzahl hat fünf Ziffern und steht vor dem Ort, getrennt durch ein Leerzeichen. Einige beginnen mit einer Null, etwa in Teilen Sachsens und Thüringens; das ist kein Tippfehler.

## Schrift, Farbe, Rahmen

Lesemaschinen brauchen vor allem Kontrast und Ordnung. Die Deutsche Post nennt diese Bedingungen:

- linksbündig ausgerichtet
- dieselbe Schrift und Schriftgröße in allen Zeilen
- dunkle Schrift auf hellem, einfarbigem Grund
- keine Rahmen, keine Hervorhebungen, nicht unterstrichen

Das UPU-Blatt der Deutschen Post ergänzt eine maximale Breite des Anschriftenblocks von 10 cm. Bei langen Firmennamen lohnt es sich also, eher eine Zeile mehr zu nehmen als eine zu breite.

Handschrift ist erlaubt. Wer mit der Hand schreibt, sollte vor allem auf die Ziffern achten: Eine 1, die wie eine 7 aussieht, oder eine 4 mit offenem Kopf, die als 9 gelesen wird, schickt den Brief in eine andere Leitregion. Ein dunkler Stift mit gleichmäßiger Strichstärke ist besser als ein dünner Kugelschreiber auf grauem Recyclingpapier. Druckbuchstaben sind sicherer als Schreibschrift, besonders bei Postleitzahl und Hausnummer, weil dort jede Ziffer zählt.

## Postfach, Packstation, Großempfänger

Nicht jede Anschrift hat eine Straße. Für die häufigsten Sonderfälle gilt:

| Anschriftart | So sieht sie aus | Besonderheit |
|---|---|---|
| Postfach | Name, `Postfach 10 64 38`, PLZ und Ort | Keine Straße, kein Ortsteil nötig |
| Packstation | Name, Postnummer, `Packstation 101`, PLZ und Ort der Station | Für Groß-, Maxibrief und Warensendung |
| Postlagernd | Name, `Postlagernd`, PLZ und Ort | Abholung in der Filiale |
| Großempfänger | Firmenname, eigene PLZ und Ort | Keine Straße, die PLZ gehört der Firma |

Beim Postfach empfiehlt die Deutsche Post laut UPU-Blatt, die Nummer in Zweiergruppen zu schreiben, von hinten gezählt: aus `106438` wird `10 64 38`. Die Postleitzahl eines Postfachs kann sich von der Postleitzahl der Hausanschrift unterscheiden. Übernimm sie deshalb genau so, wie sie im Briefkopf des Empfängers steht.

Bei der Packstation ist die Postnummer Pflicht; sie hat sechs bis zehn Ziffern. Vorgesehen ist die Packstation laut Deutscher Post für Groß- und Maxibriefe sowie Warensendungen, ein normaler Standardbrief geht besser an die Hausanschrift.

## Der Absender: nicht vergessen

Der Absender ist kein Schmuck. Kann die Post einen Brief nicht zustellen, schickt sie ihn an diese Adresse zurück. Bei Einschreiben mit Rückschein geht auch der Rückschein dorthin. Fehlt der Absender, landet ein unzustellbarer Brief im Zweifel nirgends.

Schreib den Absender vollständig mit allen Teilen der Anschrift und halte dich an dieselben Regeln wie bei der Empfängeranschrift: linksbündig, keine Leerzeile.

**Bevor der Brief in den Kasten geht**

- [ ] Absender oben links, vollständig
- [ ] Marke oben rechts
- [ ] Empfänger unten rechts, linksbündig
- [ ] Keine Leerzeile zwischen Straße und Ort
- [ ] Hausnummer hinter der Straße, PLZ vor dem Ort
- [ ] Mindestens 15 mm Rand, oben 40 mm
- [ ] Kein Rahmen, keine Unterstreichung

## Sieben Fehler auf dem Umschlag

Viele Probleme auf Umschlägen sind eher Gewohnheiten aus dem Briefkopf oder aus dem Ausland als Unwissenheit. Diese hier lohnen einen zweiten Blick:

- Eine Leerzeile vor Postleitzahl und Ort, weil es im Briefkopf so aussieht. Die Post will sie nicht.
- Der Ortsteil hinter dem Ort, etwa `53225 Bonn-Beuel` statt einer eigenen Zeile über der Straße. Die Post stellt den Ortsteil ausdrücklich zwischen Name und Straße.
- Die Postleitzahl hinter dem Ort, wie in vielen anderen Ländern üblich.
- Ein Rahmen um die Anschrift oder eine Unterstreichung des Ortes.
- Die Anschrift zu nah am unteren Rand. Unter 15 mm wird es für die Maschine eng.
- Der Absender auf der Rückseite. Die Post möchte ihn vorn oben links.
- Ein Länderkürzel wie `D-` vor der Postleitzahl, obwohl der Brief im Inland bleibt.

Keiner dieser Fehler macht einen Brief automatisch unzustellbar. Jeder einzelne erhöht aber die Wahrscheinlichkeit, dass die Maschine aufgibt und ein Mensch nachlesen muss. Das kostet Zeit, und bei Fristsachen ist Zeit genau das, was du nicht verschenken willst.

## Ins Ausland gelten Zusatzregeln

Geht der Brief über die Grenze, kommen ein paar Regeln dazu: Ort in Großbuchstaben, das Zielland in der letzten Zeile, keine Länderkürzel vor der Postleitzahl. Das Wichtigste dazu steht unter [Brief ins Ausland adressieren](https://address-valid.com/de/adressformate/brief-ins-ausland-adressieren/), für die zwei häufigsten Ziele gibt es eigene Anleitungen: [England](https://address-valid.com/de/adressformate/brief-nach-england-adressieren/) und [USA](https://address-valid.com/de/adressformate/brief-usa-adressieren/).

## Wenn du viele Briefe verschickst

Für Serienbriefe aus einer Kundendatenbank zählt nicht mehr die einzelne Zeile, sondern die Qualität der Daten. Die Deutsche Post Direkt hat in ihrer Adress-Studie 2025 ermittelt, dass 13,2 Prozent der Kundenadressen in deutschen Unternehmen fehlerhaft sind, nach 12,6 Prozent zwei Jahre zuvor. Grob jeder achte Brief einer solchen Aussendung geht damit an eine fehlerhafte Anschrift. Wie man Anschriften vorher prüft, steht unter [Adresse überprüfen](https://address-valid.com/de/validierung/adresse-ueberpruefen/); den Abgleich mit Postdaten im großen Stil bauen Datenstudios wie [OnlineBuilders](https://onlinebuilders.biz/solutions/data-analytics) in bestehende Systeme ein.

Für deinen nächsten Brief reicht ein Schritt: Gib die Anschrift in unser [Werkzeug zur Adressprüfung](https://address-valid.com/de/adresse-pruefen/) ein. Es prüft Postleitzahl, Hausnummer und Reihenfolge und gibt die Zeilen so aus, wie die Post sie erwartet.

## Häufige Fragen

### Wo steht der Absender auf dem Briefumschlag?

Oben links auf der Vorderseite. Die Deutsche Post möchte den vollständigen Absender dort, maschinenlesbar und nach denselben Regeln wie die Empfängeranschrift. Unzustellbare Briefe gehen an diese Adresse zurück.

### Darf zwischen Straße und Ort eine Leerzeile stehen?

Nein. Die Deutsche Post schreibt ausdrücklich, dass zwischen Straße und Ort keine Leerzeile steht. Alle Zeilen der Anschrift haben denselben Abstand.

### Schreibe ich Herrn oder Herr?

Auf dem Umschlag traditionell Herrn, weil die Anschrift im Akkusativ steht (an Herrn). Die Zeile ist optional. Frau bleibt unverändert.

### Kann ich einen normalen Brief an eine Packstation schicken?

Besser nicht. Die Deutsche Post nennt für die Packstation Groß- und Maxibriefe sowie Warensendungen. Für den Standardbrief nimmst du eine Hausanschrift oder ein Postfach.

Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0 (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Juist,_Briefkasten_--_2014_--_3622.jpg)